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Pferd scheute in Karnevalszug:
Kutsche überrollte Siebenjährigen
Köln (dpa) - Bei einem Karnevalsumzug in Köln ist ein Pferd mit
einer Kutsche durchgegangen und hat einen siebenjährigen Jungen
auf dem Gehweg überrollt. Der an Ort und Stelle vom Notarzt behandelte
Junge musste ins Krankenhaus gebracht werden, Lebensgefahr bestehe
jedoch nicht, teilte die Polizei am Sonntag mit.
Auch der 69-jährige Großvater des Jungen wurde bei dem Zwischenfall
am Samstag verletzt. Das Pferdefuhrwerk, ein einachsiger, eisenbereifter
Holzwagen, stellte die Polizei zur technischen Untersuchung sicher.
(Kölnische
Rundschau, 4.3.00)
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Rosenmontag
Polizei 639 Mal im Einsatz
Insgesamt 639 Mal war die Kölner Polizei am Rosenmontag bei Notrufen
im Einsatz. Hier die Einsätze im Einzelnen (in Klammern Vorjahr).
13 (11) Schlägereien
32 (40) Streitigkeiten
24 (20) Randalierer
34 (35) Ruhestörungen
36 (12) Körperverletzungen
27 (25) Hilflose Personen
41 (70) davon Ingewahrsamnahmen
41 (33) Verkehrsunfälle insgesamt
davon
04 (09) mit verletzten Personen
00 (00) mit getötete Personen
03 (01) VU mit Alkohol
Alkoholkontrollen dabei 690 (735) überprüfte Kfz-Führer 24
(14) Blutproben
(Kölner
Express, 7.3.00)
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Schock!
Natalie (5) ist weg
Von WERNER SCHLAGEHAN und PETER KÄSMACHER
exp Köln - Unfassbar! Mitten im Karnevalstrubel verlor eine Mutter
an Weiberfastnacht in einer Kalker Gaststätte ihre fünfjährige
Tochter. Und sie merkte es erst am nächsten Morgen! Als die Frau
ihren Rausch ausgeschlafen hatte, vermisste sie ihre Tochter.
Die Mutter alarmierte die Polizei. Und die startete eine Suchaktion.
Mutter und Tochter wollten so richtig schön Weiberfastnacht feiern.[...]
Natalie freute sich. Das ein Meter große Mädchen hoppste herum,
summte wie eine Biene. Dann stürzten sich Mutter und Tochter ins
närrische Gewühl. Gegen 13 Uhr landeten beide in einer Gaststätte
in Kalk.
Natalie bekam Limonade, die Gäste bestaunten ihr schönes Kostüm.
Mama trank derweil Bier und Schnäpse - und das nicht zu knapp.
Mit den anderen Gästen schunkelte sie und sang Karnevalslieder
sang. Natalie spielte mit anderen Kindern.
Einige Zeit später wurde es Natalie langweilig. Sie stupste ihre
Mama an, wollte nach Hause. Aber die Mutter hörte nicht hin, trank
weiter, merkte nicht, dass Natalie aus der Kneipe verschwand.
Nicht zu fassen: Vor lauter Feiern und Alkohol vergaß die Mutter
ihre eigene Tochter. Sie ging nach Hause, legte sich ins Bett
und schlief ihren Rausch aus. Erst gestern gegen zehn Uhr morgens
wurde die Frau mit brummenden Kopf wach.Erster Gedanke: Wo ist
Natalie? Ein Blick ins Kinderbettchen: leer!
In Panik suchte die Mutter das ganze Haus ab - keine Natalie.
Dann rief sie die Polizei. Während die verzweifelte Frau bei der
Kripo Anzeige erstattete, suchten Beamte in den Straßen von Kalk
nach dem Kind.
Gegen 14.30 Uhr dann endlich die Erlösung: Natalie war nachts
allein die 300 Meter zu einem Nachbarn gelaufen. Der hatte das
Mädchen aufgenommen, es auf die Couch gelegt. Biene Maja war sofort
eingeschlafen . . .
(Kölner
Express, 4.3.00)
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EXPRESS-Reporter Sven Schüler war Kehrmännchen
Die SoKo räumt auf
Der Prinz ist weg - d´r Zoch kütt! Kaum ist die letzte Kamelle geworfen,
springen 250 orange Kehrmännchen auf die Straßen. Vor ihnen: Müllberge
so weit das Auge reicht. Doch diesmal packte die SoKo EXPRESS mit
an, Reporter Sven Schüler räumte beim Müllenniums-Zoch mit auf.
Fünf Kolonnen sind unterwegs um die 6,5 Kilometer Zochweg sauber
zu fegen. Bevor die Besen geschwungen werden, habe ich kurz Zeit,
mir in der Severinstraße das Zugende anzuschauen. Die Kehrmännchen
Salvatore, Demi, Dieter und Ismail sind heute meine Kollegen - alle
in bester Laune. [...]
Gegen 15.15 Uhr beginnt unser Einsatz an der Müll-Front. Besen in
die Hand und los. Unglaublich, was beim Zoch alles liegen bleibt!
Unzählige Pittermännchen, Dosen, ja sogar eine Thermoskanne. Mehrere
Jecken verloren im Getümmel sogar einen Schuh - und eine Närrin
sogar ihren Büstenhalter! [...]
Die Arbeit ist erst vorbei, wenn der Asphalt vollkommen Kamelle-frei
ist. Rund 350 Tonnen Schmutz bleibt im kölschen Fasteleer in den
Straßen unserer Stadt liegen - Wahnsinn. [...]
(Kölner
Express, 7.3.00)
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Unfall beim Karnevalsumzug
Kutsche überrollt Fabian (7)
Der Junge schwebt in Lebensgefahr
Von DETLEV SCHMIDT und F. SCHWIEGERSHAUSEN
exp Köln - Frankfurter Straße in Höhenberg: Die kölschen Jecken
auf der Schäl Sick freuen sich auf ihren Veedelszoch. Auch Fabian
P. und seine Großeltern wollen Kamelle sammeln. Doch dazu wird es
nicht mehr kommen.
Plötzlich rast eine Kutsche mit einem Pferd auf den Bürgersteig.
Der Kutscher (49) kann das Tier nicht bändigen, es ist durchgegangen,
völlig verschreckt. Während die Oma von Fabian in letzter Sekunde
noch ausweichen kann, rollt die Kutsche mit den schweren eisenbeschlagenen
Holzrädern über den kleinen Jungen und seinen Opa.
Nur wenige Meter weiter kommt die Kutsche zum Stehen. Sofort wird
der Notarzt alarmiert. Und der stellt fest: Fabian (7) hat gefährliche
innere Verletzungen davongetragen. Mit dem Rettungshubschrauber
Christoph 3 wird der kleine Junge in die Kinderklinik Amsterdamer
Straße geflogen.
Seinen Opa bringt der Notarztwagen in die Unfall-Klinik Merheim.
Er zog sich Verletzungen an Beinen und Armen und Hautabschürfungen
zu. Die Kutsche wurde von der Polizei beschlagnahmt. Sie wird von
einem Gutachter untersucht. Angeblich funktionierten die Bremsen
nicht, sagten Augenzeugen.
Betroffenheit bei den Jecken in Höhenberg. Viele der bunt kostümierten
Zaungästen an der Straße hatten von dem Vorfall gar nichts mitbekommen.
Marlene Thelen verfolgte den Zoch zusammen mit Sohn Maurice.
Während der Sechsjährige den Kamellen hinterherflitzte, sagte sie:
„Bei sowas hätten die Veranstalter ruhig diesen Zoch absagen können.
Da hätte ich vollstes Verständnis für. Schließlich könnte es ja
auch uns betreffen.“ Als Michaela Siegeth von dem schweren Unfall
hörte, sagte sie: „Ich hoffe nur, dass hier heute keine Pferde mehr
mitlaufen.“ Dann ging der Zoch los. Und die Eltern bangten um ihren
kleinen Fabian.
(Kölner
Express, 4.3.00)
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